Tag-Archiv | Dekolleté

Provinzgeschnatter (45.) Die Macht der Medien


Es ist nicht nur die neu erwachte Sexismusdebatte, in der sich eine Jungjournalistin kürzlich daran erinnerte, dass ihr ein aufstrebender Politiker vor Zeiten mal in einer Bar aufs Dekolletè starrte, die neuerdings auch die Gemüter unseres Weiberhaufens erhitzt.

Wir Frauen hierzulande besitzen die Freiheit,uns so zu kleiden, wie es uns gefällt. Wir dürfen je nach Anlass oder Stimmung sportlich, elegant oder aufreizend sexy sein.

Und dieses Recht nutzen wir mit Genuss.

Mode bietet uns vielfältige Möglichkeiten, unsere Phantasie zu entfalten, unsere Problemzönchen zu kaschieren und eben auch unsere Vorzüge zu unterstreichen.

Natürlich zieht frau sich in allererster Linie für sich selber schön und nicht selten sexy an, aber wir Mädels sind uns einig: Wenn der Tag kommt, an dem uns ein Mann nicht mehr als das wahrnimmt, was wir sind, nämlich tolle Frauen, wird der Tag sein, an dem wir im Sarg liegen.

Coco Chanel sagte einst, dass eine Frau mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend, aber erst mit 39 unwiderstehlich ist.

Dem Feminismus ist es zu verdanken, dass Frauen in unserer Welt selbstbestimmt und gleichberechtigt sind. Es ist unser Recht, so aufzutreten, wie wir selbst uns das wünschen. Wenn wir sexy und unwiderstehlich sein wollen, dann sind wir das.

Aber gibt uns das das Recht, mit dem Finger auf den Mann zu zeigen, der auf unseren tiefen Ausschnitt, den offenen Blusenknopf, oder unsern Hintern schaut?

Er schenkt uns Aufmerksamkeit, zollt unserer Schönheit vielleicht Respekt. Was kann der Kerl denn dafür, dass er nicht der attraktive, sexy Typ neben ihm ist, der uns leider ignoriert?

Welche von uns Frauen hat noch nicht einem tollen Typen auf… den Hintern gestarrt? Und? Hat der Typ etwa „Belästigung!“ geschrien?

Vielleicht braucht ein Aufschrei der Entrüstung schlicht ein dankbares Publikum. Im Fall der Journalistin war der ungalante Gaffer eben ein Mann auf der Karriereleiter. Ein Schelm, wer der jungen Frau zutraut, diesen Vorfall für die eigene Karriere zu nutzen. Dank der Medien offenbar kein Problem.

Babsi fragte angesichts solcher Entwicklungen empört in die Runde, ob die emanzipierte Frau von heute, die kein Problem damit hat, ihren Busen freizügig zu präsentieren, dennoch nicht frau genug ist, unerwünschte Blicke selbstbewusst in andere Bahnen zu lenken?

Wenn ein solcher Vorfall derart Entrüstung in Medien und Köpfen schaffen kann, dann sollten wir uns fragen, wie Frauen anderer Nationalitäten und Wertvorstellungen wohl darüber denken, dass eine deutsche Frau die Freiheit hat, mit ihren Reizen nicht geizen zu müssen und dennoch offenbar nicht mit den Folgen umzugehen vermag.

 

Mich ärgert ehrlich gesagt in diesen Tagen die mediale Zurschaustellung der Alkoholkrankheit einer Dame, die frau aus der Provinz sowieso nur aus der Klatschpresse kennt. Nämlich als ein Sternchen längst vergessener Tage, verheiratetet mit einem einflussreichen Herrn, der aus meiner Sicht das blonde Frauchen schön vermarktet.

Blondi gab zu bedenken, dass Alkoholismus eine ernstzunehmende Krankheit und der Gang besagter Dame an die Medien ein Outing, welches möglicherweise Teil ihrer Therapie sei.

Mag sein, aber ich kam nicht um die bange Frage herum, welches Sprachrohr Ottonormalfrau in selber Situation wohl hat. Wen interessiert es, mit welcher Abhängigkeit sich Frau X aus Y herumschlagen muss?

Ich bleibe dabei:

Medien lassen sich missbrauchen um Karrieren anzuschubsen, oder aber zu zerbrechen.

Sei es die Jungjournalistin, die ein Jahr braucht, um diesen Vorfall sexueller Belästigung öffentlich zu machen.

Oder die in Vergessenheit geratene Blondine, die nach ihrem Gang zu den dankbaren Medien wieder in aller Munde ist.

Oder noch aktueller eine Ministerin, der man 30 Jahre nach der Promotion Betrug nachwies. Gerade haben wir erfahren, wie die öffentliche Meinung auch mit dieser Karriere umgeht.

 

Bis die Tage, Pauline

 

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PROVINZGESCHNATTER online (60): Balzplatz Warnowtreppen


Manchmal muss frau das Land verlassen. Einfach so und nur für sich. Weg vom Alltag mit all seinen manchmal unüberwindbar erscheinenden Anforderungen.

Idealerweise hat sie eine Freundin, die Fluchthelferin und Begleiterin in einer Person ist. Ich habe eine solche Freundin und wir packten kurzerhand die Koffer, und machten uns Richtung Ostsee aus dem Staub.

Im Gepäck hatten wir neben Badesachen und Sonnenbrille auch eine großzügige Portion Sonnenschein. Und freuten uns auf unbeschwerte Tage ganz unter uns Mädels, ohne Arbeitssorgen und Feierabendaffären.

Es war Balsam für meine Seele, an Warnemündes „Alten Strom“ entlangzulaufen und einfach nur den Wind im Gesicht zu spüren und auslaufenden Schiffen nachzuschauen. Es war, als nähmen sie einen Teil meiner Sorgen mit sich mit.

Völlig entspannt und hungrig ließen wir uns vom Duft frischgeräucherten Fisches anlocken, der einem dieser In-Restaurants entströmte, die man entlang der Küste neuerdings findet.

Natürlich war diese moderne Fischkneipe völlig überfüllt. Wir wollten schon den Rückzug antreten, als an einem der Tische die Kerle zusammenrückten und Platz für uns machten. Ein Angebot, dass wir Mädels nicht ausschlagen mochten. Zu gut duftete es aus der Fischküche und zu nett wirkten die Jungs am Tisch.

Es wurde ein fröhlicher Abend, der in dem Moment begann, als mein Tischnachbar sich vorstellte, denn leider sagte er seinen Namen nicht mir, sondern meinem Busen. Blondi lachte schallend, während der Nachbar meinem Dekolletè laut und deutlich sagte: „Bist du schön!“ Weiterlesen

PROVINZGESCHNATTER online (45): Die Macht der Medien


130218 Pauline neuDas Recht, die Bluse aufzuknöpfen, die Frage nach dem Ausschnitt und die Rolle des „Sterns“ bei der aktuellen Sexismus-Debatte spowie die (Ohn-)Macht der Medien beleuchtet provinziell schnatternd Pauline Werner und kommt dabei zu bemerkenswerten Einsichten, meint der Mann, der ihren Beitrag hier verlinkt …

PROVINZGESCHNATTER online (45): Die Macht der Medien


Es ist nicht nur die neu erwachte Sexismusdebatte, in der sich eine Jungjournalistin kürzlich daran erinnerte, dass ihr ein aufstrebender Politiker vor Zeiten mal in einer Bar aufs Dekolletè starrte, die neuerdings auch die Gemüter unseres Weiberhaufens erhitzt.

Wir Frauen hierzulande besitzen die Freiheit,uns so zu kleiden, wie es uns gefällt. Wir dürfen je nach Anlass oder Stimmung sportlich, elegant oder aufreizend sexy sein.

Und dieses Recht nutzen wir mit Genuss.

Mode bietet uns vielfältige Möglichkeiten, unsere Phantasie zu entfalten, unsere Problemzönchen zu kaschieren und eben auch unsere Vorzüge zu unterstreichen.

Natürlich zieht frau sich in allererster Linie für sich selber schön und nicht selten sexy an, aber wir Mädels sind uns einig: Wenn der Tag kommt, an dem uns ein Mann nicht mehr als das wahrnimmt, was wir sind, nämlich tolle Frauen, wird der Tag sein, an dem wir im Sarg liegen.

Coco Chanel sagte einst, dass eine Frau mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend, aber erst mit 39 unwiderstehlich ist.

Dem Feminismus ist es zu verdanken, dass Frauen in unserer Welt selbstbestimmt und gleichberechtigt sind. Es ist unser Recht, so aufzutreten, wie wir selbst uns das wünschen. Wenn wir sexy und unwiderstehlich sein wollen, dann sind wir das.

Aber gibt uns das das Recht, mit dem Finger auf den Mann zu zeigen, der auf unseren tiefen Ausschnitt, den offenen Blusenknopf oder unsern Hintern schaut?

Er schenkt uns Aufmerksamkeit, zollt unserer Schönheit vielleicht Respekt. Was kann der Kerl denn dafür, dass er nicht der attraktive, sexy Typ neben ihm ist, der uns leider ignoriert?

Welche von uns Frauen hat noch nicht einem tollen Typen auf … den Hintern gestarrt? Und? Hat der Typ etwa „Belästigung!“ geschrien?

Vielleicht braucht ein Aufschrei der Entrüstung schlicht ein dankbares Publikum. Im Fall der Journalistin war der ungalante Gaffer eben ein Mann auf der Karriereleiter. Ein Schelm, wer der jungen Frau zutraut, diesen Vorfall für die eigene Karriere zu nutzen. Dank der Medien offenbar kein Problem.

Babsi fragte angesichts solcher Entwicklungen empört in die Runde, ob die emanzipierte Frau von heute, die kein Problem damit hat, ihren Busen freizügig zu präsentieren, dennoch nicht frau genug ist, unerwünschte Blicke selbstbewusst in andere Bahnen zu lenken?

Wenn ein solcher Vorfall derart Entrüstung in Medien und Köpfen schaffen kann, dann sollten wir uns fragen, wie Frauen anderer Nationalitäten und Wertvorstellungen wohl darüber denken, dass eine deutsche Frau die Freiheit hat, mit ihren Reizen nicht geizen zu müssen und dennoch offenbar nicht mit den Folgen umzugehen vermag.

Mich ärgert ehrlich gesagt in diesen Tagen die mediale Zurschaustellung der Alkoholkrankheit einer Dame, die frau aus der Provinz sowieso nur aus der Klatschpresse kennt. Nämlich als ein Sternchen längst vergessener Tage, verheiratetet mit einem einflussreichen Herrn, der aus meiner Sicht das blonde Frauchen schön vermarktet.

Blondi gab zu bedenken, dass Alkoholismus eine ernstzunehmende Krankheit und der Gang besagter Dame an die Medien ein Outing, möglicherweise Teil ihrer Therapie sei.

Mag sein, aber ich kam nicht um die bange Frage herum, welches Sprachrohr Ottonormalfrau in selber Situation wohl hat. Wen interessiert es, mit welcher Abhängigkeit sich Frau X aus Y herumschlagen muss?

Ich bleibe dabei: Medien lassen sich missbrauchen, um Karrieren anzuschubsen oder aber zu zerbrechen. Sei es die Jungjournalistin, die ein Jahr braucht, um diesen Vorfall sexueller Belästigung öffentlich zu machen.

Oder die in Vergessenheit geratene Blondine, die nach ihrem Gang zu den dankbaren Medien wieder in aller Munde ist.

Oder noch aktueller eine Ministerin, der man 30 Jahre nach der Promotion Betrug nachwies. Gerade haben wir erfahren, wie die öffentliche Meinung auch mit dieser Karriere umgeht.

Bis die Tage, Pauline

Seit 24. Februar 2012 gibt es “Provinzgeschnatter” in der

PROVINZGESCHNATTER online (37): Absatzhöhe und Ausschnitttiefe


Das Wetter meint es gut mit diesem Advent. Zwar legt der Winter in diesen Tagen ein Päuschen ein, doch der Wettermann meines Vertrauens hat uns für die kommenden Tage wieder neue Flocken versprochen.
Wer es nur zulässt, spürt in jeder Schneeflocke den Zauber der Weihnachtszeit.
Wir Mädels nutzten das schöne Winterwetter und testeten die Weihnachtsmärkte der Region.

Mit dem Gothaer Weihnachtsmarkt waren wir in diesem Jahr leider viel zu schnell fertig.

Am unteren Hauptmarkt lockten einige niedliche Büdchen mit köstlichen Düften und die ganze Stadt war wunderschön geschmückt.
Wenn ich dagegen an das Gerammel auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt denke, wo frau stundenlang nach einem Glühwein anstehen muss, so erschien mir der Gothaer Weihnachtsmarkt mit seiner beschaulichen Übersichtlichkeit geradezu gemütlich.
Blondi dagegen meinte, dass es sich nicht lohne, wegen der paar Buden die schicken Stiefel anzuziehen. Das einzige, was aus ihrer Sicht beim Besuch des hiesigen Weihnachtsmarktes sicher war, sind ruinierte Absätze infolge unkontrollierten Schlitterns über schneeglattes Kopfsteinpflaster.
Natürlich käme Blondi nicht im Traum auf die Idee, bei zu erwartender Schneeglätte auf ihre Absätze zu verzichten und stattdessen auf bequeme Schuhe umzusteigen. Das wäre einfach nicht ihr Stil. Weiterlesen

PROVINZGESCHNATTER online (37): Absatzhöhe & Ausschnitttiefe


121116 Steffi Werner 1von Pauline Werner

Sind Männer tatsächlich schwanzgesteuert? Können sie ausschließlich nach Dekolletes schielen und reagieren nur auf klackernde Absätze von Stilettos? Das jedenfalls behauptet mein schwuler Freund Jörgi und ich wagte den Selbstversuch. Was dabei passierte, klärt mein jüngstes Provinzgeschnatter. Bis die Tage; Eure Pauline!

Seit 24. Februar 2012 gibt es “Provinzgeschnatter” in der